CMD-Schmerz-/Schienentherapie
Ursachen und Symptome einer CMD
Wenn nicht nur der Zahn weh tut!
Störung des Kauapparats und der Kiefergelenke: Craniomandibuläre Dysfunktion – CMD
Schmerzen im Kopf- und Gesichtsbereich, Kiefergelenkbeschwerden, Rückenprobleme, Schlafstörungen, Tinnitus und Schwindel...
Diese Beschwerden können mit einem Fehlbiss (Okklusionsstörung), das heißt mit einem falschen Zusammenbiss der Zähne von Ober- und Unterkiefer zu tun haben. Unser Organismus ist kein statisches System, sondern funktioniert wie ein kybernetisches Regelkreissystem. Das heißt: In unserem Körper hängt alles mit allem zusammen, und alles bedingt einander.

Das Kauorgan, bestehend aus Oberkiefer, Unterkiefer, Kiefergelenken, muskulären Strukturen, Zähnen, Zahnhalteapparat und Nerven, ist somit Teil unseres gesamten Körpers und funktionell unmittelbar mit der Funktion des gesamten Halte- und Stützapparats unseres Körpers verbunden.
Eine gesunde Körperhaltung hat also auch mit dem richtigen Zusammenbiss unserer Zähne zu tun. Aus diesem Grund verfolgen wir in Diagnostik und Therapie einen ganzheitlichen und interdisziplinären Ansatz.

Beim festen Zusammenbiss der Zähne bestimmt die Zahnstellung die Lage der Kiefergelenke. Beißen die Zähne schief, d. h. in unterschiedlicher vertikaler Dimension aufeinander, kommt es zu einer schiefen Ebene und somit zu einer schiefen Lage der Kiefergelenke. Diese schiefe Ebene verändert auf Dauer die gesamte Statik und Körperhaltung eines Menschen. In der Folge kann es zu schmerzhaften Blockaden in der Wirbelsäule und orthopädischen Problemen kommen, die oft nicht ursächlich mit der Biss-Situation von PatientInnen in Zusammenhang gebracht werden.
Unser therapeutisches Anliegen: Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Manualmedizinern, Physiotherapeuten und Osteopathen.
Beim festen Zusammenbiss wirken enorme Kaukräfte auf den Kiefer und den gesamten Schädelknochen: 250–700 Newton (ca. 25–70 kg!) Bei jedem Schluckakt und bis zu 1400 Newton beim Pressen und Knirschen.

Diese Kräfte werden bei fehlender Abstützung – weil Zähne fehlen oder Füllungen zu flach sind – über das Kiefergelenkköpfchen (Kondylus) unmittelbar auf das Schläfenbein (Os temporale) weitergeleitet und damit, wie bei einem Zahnradsystem auf die angrenzenden Schädelknochen, sowie alle weiteren angrenzenden Strukturen.
Diese komplexen Störungen verlangen nach einem interdisziplinären Therapieansatz. Deshalb arbeitet unsere Praxis auf diesem Gebiet eng mit Physiotherapeuten, Manualmedizinern und Osteopathen zusammen.